Nach langem Warten war es endlich soweit: Vom 27.04. bis zum 10.05.2026 hatte ich die Möglichkeit, einen individuellen Schüleraustausch in Irland zu machen. In dieser Zeit besuchte ich das Calasanctius College, unsere Partnerschule in Oranmore im Westen Irlands, und lebte bei einer Gastfamilie. Obwohl ich alleine gereist bin und anfangs etwas aufgeregt war, wurde ich von allen sehr freundlich aufgenommen.
Der Schulalltag in Irland machte viel Spaß, auch wenn er sich in vielen Punkten von dem in Deutschland unterschied. Anders als bei uns gibt es dort Schuluniformen und es gibt keine Pflichtfächer, sondern die Schüler im Alter meiner Austauschpartnerin Cassia konnten zu Beginn des Schuljahres frei wählen, welche Kurse sie belegen möchten und auf welchem Niveau. Außerdem fiel mir auf, dass die Lehrerinnen und Lehrer jeweils feste Klassenzimmer hatten und die Schülerinnen und Schüler zwischen den Stunden die Räume wechselten. Zudem war der Unterricht deutlich analoger gestaltet als in Deutschland. Viele Aufgaben wurden gemeinsam bearbeitet und der Unterricht war insgesamt abwechslungsreich. Ein weiterer Unterschied betrifft den Schulbeginn: Ich war nicht traurig darüber, dass ich eine Stunde länger schlafen konnte, da der Unterricht erst um neun Uhr begann.
Ein weiterer Unterschied ist das sogenannte „Transition Year“. Dabei handelt es sich um ein zusätzliches Schuljahr, in dem die Schülerinnen und Schüler viele praktische Erfahrungen sammeln, Ausflüge machen und neue berufliche Interessen entdecken können. Dadurch wirkt der Schulalltag insgesamt etwas entspannter und vielseitiger.
Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte waren sehr offen und hilfsbereit, sodass ich mich schnell willkommen fühlte und viele neue Freunde kennenlernen durfte. Auch meine Gastfamilie hat dazu beigetragen, dass ich mich wie zuhause gefühlt habe. Sie war sehr nett, hilfsbereit und hat mich herzlich aufgenommen. Durch die Zeit mit der Familie konnte ich viel über den irischen Alltag und die Kultur lernen. Besonders schön war es, gemeinsam Zeit zu verbringen und typische irische Gewohnheiten kennenzulernen.
Nicht nur die Kultur, sondern auch die Kulinarik Irlands lernte ich kennen, indem ich typische Gerichte wie, brown Bread, Shepherd‘s Pie oder ein typisches Irish Breakfast probieren durfte. Während meiner Reise konnte ich viele neue Dinge ausprobieren und insbesondere die wunderschöne Natur Irlands erleben. Wir unternahmen außerdem einige Ausflüge. Besonders beeindruckend waren die Cliffs of Moher mit ihrer wunderschönen Aussicht auf den Atlantik. Außerdem besuchten wir Dublin, die Hauptstadt Irlands. Dort erkundeten wir die Innenstadt, besuchten das Dublin Castle und das Trinity College und waren ein bisschen shoppen. Auch ein Rugbymatch zwischen den Teams Monsters und Connacht haben wir in Galway angeschaut, was ein sehr schönes Erlebnis war.
Die zwei Wochen in Irland waren für mich eine besondere Erfahrung. Ich habe viele neue Menschen kennengelernt, spannende Eindrücke gesammelt und konnte viel über das Leben in einem anderen Land lernen. Rückblickend war der Austausch eine unvergessliche Zeit, die ich jederzeit weiterempfehlen würde.
Magdalena Scheurer, 11c