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Geografie hautnah – Unser Geografie-Leistungskurs in den Alpen (von Anna Lindner)

Erstellt am 19.10.26 von Maximilian Büchler

Wie sieht das aus, was wir im Geografieunterricht wochenlang auf Karten, Bildern und im Schulbuch betrachtet haben? Genau dieser Frage konnten wir bei unserer dreitägigen Exkursion in die Alpen nachgehen. Nachdem wir uns im Unterricht intensiv mit dem alpinen Raum beschäftigt hatten, ging es für unseren Geografie-Leistungskurs in die Alpen.

Unser Ziel: das im Unterricht Gelernte live erleben und viele neue Eindrücke sammeln. Ganz ohne kleine Überraschungen verlief die Fahrt allerdings nicht. Eigentlich war die Anreise mit der Bahn geplant, bis wir kurz vor der Abfahrt am Bahnhof feststellen mussten, dass unsere Zugverbindung gestrichen wurde. Kurzerhand änderten wir unseren Plan und setzten die Reise nach Seefeld, dem Startpunkt unserer Wanderung, mit mehreren Autos fort. So begann unsere Exkursion etwas anders als ursprünglich gedacht.

In Seefeld angekommen, ging es direkt in die Berge. Unser Ziel war die Nördlinger Hütte, die auf 2.238 Metern liegt. Damit lag eine Wanderung mit knapp 1.000 Höhenmetern vor uns. Was wir aus dem Unterricht als Fachwörter und Abbildungen kennen, wurde während des Aufstiegs schnell sehr konkret: Relief und Höhenstufen waren nicht mehr nur Begriffe aus den Schulstunden, sondern
unmittelbar erfahrbar. Auch die verschiedenen Vegetationsstufen, die wir zuvor behandelt hatten, konnten wir während des Auf- und Abstiegs tatsächlich beobachten. Mit zunehmender Höhe veränderte sich die Landschaft sichtbar. Nach einem langen und anstrengenden Aufstieg übernachteten wir auf der Nördlinger Hütte.

Den zweiten Tag unserer Exkursion begannen wir nach dem Frühstück mit dem Aufstieg zur Reiterspitze, die nicht weit von der Hütte entfernt liegt. Der Aufstieg bot uns beeindruckende Ausblicke und erneut die Möglichkeit, viele im Unterricht gelernte Aspekte direkt vor Ort wiederzuerkennen. Doch nicht nur die natürliche Seite der Alpen stand im Mittelpunkt. Auch der Mensch hat diese Landschaft stark geprägt. Ein weiteres Thema aus unserem Unterricht war der Tourismus in den Alpen; und auch diesen konnten wir nach unserem Abstieg und dem anschließenden Transfer nach Garmisch-Partenkirchen unmittelbar erleben. Die touristische Nutzung der Region wurde hier an vielen Stellen sichtbar.

Neben all den fachlichen Erkenntnissen kam natürlich auch das gemeinsame Erleben nicht zu kurz. Zwischen langen Aufstiegen, beeindruckenden Landschaften und dem einen oder anderen Zweifel, ob der nächste Höhenmeter wirklich noch sein musste, blieb genügend Zeit für Gespräche und gemeinsames Lachen. Ein langer Spaziergang zum Eibsee sowie die abschließende Tour durch die
Partnachklamm am dritten Tag rundeten unser Programm ab.

Die Exkursion hat uns damit nicht nur schöne Eindrücke aus den Alpen beschert, sondern auch die Möglichkeit gegeben, vieles, was wir zuvor im Unterricht behandelt hatten, einmal selbst vor Ort zu sehen und zu erleben. Doch für dieses einmalige Erlebnis mussten wir auch die eine oder andere Anstrengung auf uns nehmen. Die langen Aufstiege, die Höhenmeter und die körperliche Belastung haben uns teilweise an unsere Grenzen gebracht. Gleichzeitig konnten wir dabei wertvolle Erfahrungen sammeln – nicht nur über die Alpen, sondern auch über uns selbst.

Am Ende bleibt deshalb vor allem eines: eine Exkursion, bei der aus Unterrichtsinhalten echte Erfahrungen wurden, und aus echten Erlebnisse viele Geschichten entstanden, über die wir wohl noch lange lachen werden.