Jule Ruider Q12
Kunstschaufenster
Kunst am AEG

Stadtentwicklung im Fokus – Exkursion der Geographie-Kurse der 13. Jahrgangsstufe nach Nürnberg

Erstellt am 31.01.26 von Linda Hertel

Bei eisigen Temperaturen nahmen die Schülerinnen und Schüler der beiden Geographie-Kurse Nürnberg „durch die historisch-genetische Brille“ in Augenschein. Man wollte untersuchen, wie sich die Phasen der städtischen Entwicklung im heutigen Stadtbild zeigen. Hierzu besuchten die Schüler sechs für ihre Entstehungszeit typische Orte.

An der Burg verschafften sie sich zunächst einen Überblick über markante Stadtstrukturen, wie die kreisförmige Altstadt mit ihren radial auf den Marktplatz ausgerichteten Ausfallstraßen. Zwischen Burg und Hauptmarkt gingen die Schüler in Kleingruppen auf Fotosafari, um Spuren des mittelalterlichen Nürnbergs (z.B. Straßennamen, Fachwerkhäuser, Marktplätze) fotografisch festzuhalten. Der Reichtum der Stadt in der frühen Neuzeit konnte danach in den kunstvoll angelegten Hesperiden-Gärten bestaunt werden. Diese Barrockgärten sind von durch Handelsgeschäfte reich gewordenen Patrizierfamilien im 17. Jahrhundert angelegt worden. Über den Plärrer, dem Ort an dem die erste Eisenbahn Deutschlands in Betrieb genommen wurde, ging es am Nachmittag auf die Suche nach Zeugnissen der Industrialisierung. Besonders eindrücklich sind diese in der Südstadt in Form von alten Fabrikgeländen und Mietskasernen zu sehen. Zum Abschluss traf man sich am Aufseßplatz, um über städtebauliche Leitbilder der Moderne (z.B. autogerechte Stadt der 60er vs. nachhaltige Stadtentwicklung) zu sprechen.

Ganz im Sinne des Lieblingsmottos der Geographen, wonach der ‚gescheite Mensch die beste Bildung auf Reisen“ finde (Goethe) konnten die Schüler auf dieser kleinen ‚Städtereise‘ viel angewandtes Wissen nicht nur für das bald anstehende Abitur erwerben.

Maximilian Büchler