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Wenn Oettingen nach Brüssel blickt: Ein EU-Planspiel zur Digitalpolitik

Erstellt am 26.02.26 von Anja Hoppe

Neulich wurde der Politikunterricht der 12. Klassen zu einem europäischen Verhandlungssaal: In vier Schulstunden führten wir im Fach Politik und Gesellschaft ein Planspiel zur Digitalpolitik in der Europäischen Union durch.
Im Mittelpunkt stand eine simulierte Entscheidung im Rat der Europäischen Union zum Umgang mit Fake News und Hate Speech. Die Schülerinnen und Schüler schlüpften in die Rollen verschiedener Länderdelegationen und vertraten engagiert die Werte, Interessen und politischen Prioritäten „ihres“ jeweiligen Mitgliedstaates. Schnell wurde deutlich, wie unterschiedlich die Perspektiven innerhalb der EU sein können – und wie anspruchsvoll es ist, tragfähige Kompromisse zu finden.
Ziel des Planspiels war es, die Arbeitsweise der Europäischen Union nicht nur theoretisch zu besprechen, sondern konkret erfahrbar zu machen. Dabei standen eigenständiges Arbeiten, Teamfähigkeit, strategisches Denken und Verhandlungsgeschick im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler mussten Positionen entwickeln, Bündnisse schmieden und gemeinsame Lösungen aushandeln – ganz wie in der politischen Realität.
Die vier Stunden vergingen wie im Flug und zeigten eindrucksvoll: Politik wird besonders dann verständlich, wenn man sie selbst erlebt.